Ursprung des Valentinstags

Der Wortstamm Valere kommt aus dem lateinischen und bedeutet gesund, stark sein, Einfluss haben: „Der Gesunde, Kräftige“.


Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wussten wir eigentlich noch gar nichts vom Valentinstag. Fragt eure Großeltern mal danach, wann sie das erste Mal vom Valentinstag gehört haben. Auf einmal – quasi über Nacht – zierten rote Herzen und ganz viele Blumengeschenke zum Valentinstag die hiesigen Blumengeschäfte. Man könnte meinen, dass die Floristen und Blumenhändler sich zusammengetan und beratschlagt haben, wie man nach dem Weihnachtsfest und vor den ersten Frühblühern zu Ostern in dieser tristen grauen Winterzeit für florierenden Absatz sorgen könnte.


Woher kommt dieser Valentinstag? Warum werden wir am 14. Februar und auch schon in den Tagen davor massiv in den Geschäften damit konfrontiert? Was hat es damit auf sich?



Natürlich wurde dieser Tag nicht von Blumenhändlern, Parfümerien, Schokoladenherstellern oder Juwelieren erfunden. Namensgeber war ein gewisser Bischof Valentin von Terni, der im 3. Jahrhundert nach Christi in der italienischen Stadt Terni (früher Interamna) tätig war. Überlieferungen zufolge soll dieser Bischof sich über dem Befehl des Kaisers hinweg gesetzt haben und Soldaten, die unverheiratet bleiben mussten, christlich getraut haben. Die Trauungen fanden im Geheimen statt und der Bischof Valentin schenkte den Frischvermählten Blumen aus seinem Garten als Zeichen für Gottessegen und Wohlwollen. Der Kaiser Claudius II erfuhr von den verbotenen Trauungen und ließ den Bischof am 14.02.269 wegen seines christlichen Glaubens hinrichten.


Bei meiner Recherche nach den Wurzeln des Valentinstages bin ich auf eine weitere Sage gestoßen, wonach das römische Fest Lupercalia auf den 14.02. fiel. An diesem Tag wurde die römische Göttin Juno (die meisten kennen sie unter dem griechischen Namen Hera), der Frau von Jupiter (griechisch Zeus) und der Schutzpatronin der Ehe geehrt. Zu Ehren der Göttin Juno wurde ein Juno-Tempel errichtet, wo sich junge unverheiratete Frauen am 14.02. ein Liebesorakel holten. Dieses Liebesorakel sollte ihnen bei der richtigen Partnerwahl dienlich sein.


Bei dem einfachen römischen Volk war es an diesem Tag Brauch, dass die Namen von ledigen Frauen auf Zettel geschrieben und in ein Gefäß getan wurden. Die jungen Männer zogen entsprechend Lose und gingen mit der gelosten Dame aus. Manche Pärchen haben sich ineinander verliebt, andere jedoch nicht. Nicht immer ging der Abend bei den so gelosten Pärchen sittlich aus, was die Moral der Römer störte. Verheiratete Männer schenkten an diesem Tag ihren Ehefrauen Blumen und dieser Brauch ist bis heute überliefert.


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